< BACK Der weibliche und der männliche Körper

Die empfangende Frau

Saal 3, Vitrine 10

• Bei diesen Gefäßen wird die Vulva der Frau übergroß dargestellt. Dadurch wird das Leistungsvermögen als Lebensbringer mit der Lebenskraft der Erde in Verbindung gebracht: die Pachamama oder Erdmutter. Die Gefäße wurden so modelliert, dass die Vulva die Öffnung für den Ein- und Ausfluss von Flüssigkeiten bildet.
• Symbolisch werden die Gefäße somit zum Transportmittel, um die Flüssigkeiten in das Innere des Körpers zu transportieren, etwa wenn der weibliche Körper befruchtet wird. Ebenso, damit die Flüssigkeiten austreten, wie bei einer Geburt.
• Die Frau im Inneren der Gefäße wird in Empfängerposition dargestellt. Sobald Flüssigkeit in das Behältnis fließt, verschwindet diese und wird vom weiblichen Körper aufgenommen. Das Behältnis bleibt trocken, das Innere der Frau ist feucht.
• Sobald eine Person aus diesem Gefäß trinkt, kann diese Aktion als Oralverkehr für die Frau verstanden werden.
• Kultur der Mochica, Blütezeit (1 – 800 n.Chr.), ML004426, ML004355, ML004209

ML004426